Wartungsarbeiten Hafenspange: Passanten sorgten für Störungen und aggressives Auftreten


Einige Passanten interessierten die Absperrbaken im Hintergrund nicht – sie schoben sie einfach zur Seite und reagierten auf Hinweise aggressiv. Foto: Frau Lukat, Stadt Elmshorn

Die viertägigen Wartungsarbeiten vom 14. bis 17. April verliefen wie geplant. Allerdings sorgten mehrere Passanten für Störungen, indem sie die Vollsperrung der Käpten-Jürs-Brücke einfach missachteten und sich dadurch selbst in Gefahr brachten. Auf Hinweise der Mitarbeiter vor Ort reagierten sie äußerst uneinsichtig, sodass die Stadt zukünftig wieder einen Sicherheitsdienst mit entsprechenden Kosten für die Allgemeinheit beauftragen muss.


„Es ist äußerst frustrierend, zu dieser drastischen Maßnahme greifen zu müssen, da dies zu Lasten aller Steuerzahlerinnen und Steuerzahler geht“, sagt Baustadtrat Lars Bredemeier. Zumal es nur wenige Chaoten gewesen seien, die die notwendige Sperrung der Käpten-Jürs-Brücke missachteten. Den Technikern vor Ort zufolge seien deren Störungen und Pöbeleien aber extrem gewesen. Zum Teil wurden die Absperrbaken einfach zur Seite geschoben, um dann über die Brücke zu laufen oder sie mit dem Fahrrad zu überqueren. Auf Hinweise folgten üble Beschimpfungen und aggressives Auftreten.

Die Kosten für den Sicherheitsdienst veranschlagt Bredemeier mit rund 1000 Euro. Diese Summe ergibt sich aus Erfahrungswerten: Schon bis 2018 musste die Stadt die Wartungsbaustelle durch Aufpasser absichern. Um diese Steuergelder einzusparen, wurden die Absperrmaßnahmen erhöht. „Leider ohne erkennbaren Nutzen“, so Bredemeier. „Die Menschen bringen sich dadurch in große Gefahr, derer sie sich scheinbar nicht bewusst sind. Passanten können durch herabfallende Werkzeuge schwere bis tödliche Verletzungen erleiden.“

Denn die Arbeiten fanden auch in luftiger Höhe statt. Sie beinhalteten Schweißarbeiten an den Pylonen sowie Arbeiten an den Brückendrehlagern. Außerdem mussten Los- und Festlager geprüft und instandgesetzt werden. Erstmals kam dafür in diesem Jahr eine neue Wartungsbühne der Stadt zum Einsatz, die einfach an die Pylone montiert wird. Sie wurde für rund 31.500 Euro angeschafft, da so die Miete in Höhe von 13.000 Euro pro Jahr für das Gerüst und viel Zeit für dessen Auf- und Abbau einspart werden.

Um künftig den Verkehrsfluss während der halbjährlich notwendigen Brückenwartung zu verbessern, sollen mögliche Veränderungen der Ampelschaltung geprüft werden. Ganz abgeschaltet werden können die Lichtsignalanlagen weder an der Kreuzung Hafenspange / Wedenkamp noch Westerstraße / Wedenkamp, da Fußgänger und Fahrradfahrer für eine Straßenquerung auf sie angewiesen sind. Untersucht wird aber nun, ob ein „Wartungsmodus“ installiert werden kann, so dass die Wartezeiten für die Verkehrsteilnehmer*innen auf ein Minimum reduziert werden.