Das Industriemuseum für zu Hause


Das Modell des Industriemuseums mit rekonstruierter Hausfassade

Bastelfreundinnen und Bastelfreunde aufgepasst!

Pünktlich zum Markt mit KunstWerk am zweiten Adventswochenende wird er druckfrisch am Stand des Fördervereins zu erwerben sein: Der Bausatz zum Selberbau des Industriemuseums Elmshorn.

Gemeinsam mit Rainer Münchow, pensionierter Kunstlehrer der Erich Kästner Gemeinschaftsschule Elmshorn, hat die Museumsleiterin Bärbel Böhnke das denkmalgeschützte Speichergebäude in der Catharinenstraße 1 ausgemessen. Herr Münchow machte darüber hinaus Fotos von dem Gebäude und von Fassadendetails, wie Fenstern und Mauerankern, um mithilfe der gesammelten Angaben einen Bausatz zu entwerfen.

Maßstabgetreue Nachbildungen:

Die Idee, besondere Kulturdenkmäler aus Papier nachzubauen, kam Herrn Münchow bereits vor mehr als 15 Jahren, als er gemeinsam mit Schülerinnen und Schülern zum Tag des offenen Denkmals in einer Präsentation die Nachkriegsbebauung Helgolands vorstellte, die heute als Alleinstellungsmerkmal der Insel gilt. Die Einladungskarten zu der Veranstaltung zeigten je eines der denkmalgeschützten Häuser der Insel als Bausatz. Es folgten Bastelbögen von Leuchttürmen, einem denkmalgeschützten Gebäudes auf Borkum, des Appener Schäferhofs und schließlich auch eines heimischen Kulturort: den Knechtschen Hallen. Nachdem Bärbel Böhnke diesen Bausatz entdeckte, nahm sie Kontakt zu ihrem ehemaligen Kunstlehrer auf und gemeinsam entwickelten sie den Plan, einen weiteren Bausatz mit einem Gebäude der Stadt zu entwerfen.

Rekonstruktion der historischen Gebäudefassade:

Für die Umsetzung der Idee hat Rainer Münchow nicht nur mehrere Besuche in der Catharinenstraße gemacht, sondern auch unzählige Stunden am Computer verbracht. Mithilfe eines Konstruktions- und Zeichenprogramms gestaltete er die einzelnen Bögen, auf denen die Fassade des Museumsgebäudes maßstabgetreu nachgebildet ist. Als Grundlage für diese Arbeit diente unter anderem auch eine historische Fotografie des Gebäudes, auf der das heutige Industriemuseum noch mit Seilwinde und Ladeluken versehen ist. „Ein befreundeter Grafiker sagte mir, dass er Aufträge dieser Art nicht annehme, da die Arbeit zu zeitaufwändig sei“, verrät Münchow. Doch die Lust auf die Entwicklung des Bausatzes überwog, sodass passionierte Bastlerinnen und Bastler schon bald ihre eigene Miniaturausgabe des Industriemuseums mit nach Hause nehmen können.


Der Bastelsatz für das Speichergebäude in der Catharinenstraße 1 ist beim Markt mit KunstWerk für 3,- Euro am Stand des Fördervereins erhältlich.

Großer Dank an den Förderverein des Industriemuseums Elmshorn:

Um das Industriemuseum zu bauen, ist nicht mehr als eine Schere, ein Cutter, eine Tube UHU, eine stärkere Pappe als Fundament sowie ein Besuch im Museum vonnöten. Das Industriemuseum zum Selbstbauen ist demnächst für 3,- Euro im Industriemuseum zu erhalten. Der Erlös wird an den Förderverein des Museums gespendet, der auch den Druck des Bausatzes ermöglicht hat.