Danke, danke, danke!

Kiebitzreiher Familie bedankt sich für Hilfe



Mit dem Schrecken davongekommen: Catrin Lennartz, Michael Lennartz mit Hündin Stalla, Fabio Lennartz sowie Karin und Günter Decken vor dem Brandhaus. Ein Notdach wurde aufgebaut. Foto: tp

Kiebitzreihe (tp) - Lesen tut man es recht häufig aber selbst passiert es einem zum Glück eher gar nicht. Doch wenn es passiert, dann ändert sich das Leben mit einem Schlag: Ein Brand in den eigenen 4-Wänden. So ist es Ende November 2018 den Familien Lennartz und Decken aus Kiebitzreihe ergangen. In den frühen Morgenstunde des 27. Novembers brach ein Feuer auf dem Balkon des 2-Familien-Hauses aus. Die Bewohner versuchten noch, das Feuer mit einem Eimer Wasser unter Kontrolle zu bekommen - vergebens. Die Feuerwehr wurde alarmiert und die fünf Bewohner und Hündin Stella konnten sich zum Glück ohne größere Verletzungen retten. Günter Decken rief die Feuerwehr an und meldete den Brand.

„Die sagten mir, dass der Brand vor fünf Minuten schon gemeldet wurde.“, so Günter Decken. Den Brand meldete sein Schwiegersohn Michael Lennartz.

„Fünf Minuten kommen einem dann wie drei Stunden vor.“, so Decker gegenüber der Moin Holstein.



Die Brandbekämpfer rückten nach zehn Minuten an und fingen sofort mit den Löscharbeiten an. Diese dauerten bis in den späten Nachmittag. Mehrere Tausend Liter Wasser löschten den Brand schließlich; doch des Brandes Feind ist auch der des Hauses. Totalschaden. Der Dachboden wird aktuell saniert. Ein Notdach wurde aufgestellt und nun sollen riesige Trocknungsgeräte die Feuchtigkeit beseitigen.


Am selben Tag kamen schon die ersten Haushaltsauflöser aus Hamburg und boten ihre Dienste an. Auch die Presse war kurz nach dem Eintreffen der Feuerwehr am Brandherd und machte Fotos.

„Woher die das alles so schnell gewusst haben ist uns ein Rätsel.“, so Catrin Lennartz.

Doch es gibt nicht nur Negatives zu berichten. Im Gegenteil: Das Positive überwiegt stark, den Brand einmal ausgeklammert.

„Sofort kamen die Nachbarn an und haben geholfen. Nachbarn, Menschen aus Kiebitzreihe und auch dorfübergreifend wurde uns Hilfe angeboten“, so Schüler Fabio Lennartz. Der Schwarzgurt-Träger wurde auch von seinem Kiebitzreiher Taekwondo Verein unmittelbar unterstützt. Neue Sportsachen und vieles mehr. Eine Sportfirma sendete Hosen und Jacken für beide Familien, die Schulen riefen Spendenaktionen ins Leben - die Reaktionen waren schlichtweg unbeschreiblich ergreifend.

„Wir möchten uns gerne bedanken. Wir können es gar nicht alles in Worte fassen. Wir sind so unendlich dankbar für die tolle Hilfe!“, so Cartin Lennartz. Die Familien nicken allesamt.

Auch Mutter Karin Decken möchte sich bedanken. Die Augen werden nass, die Stimme versagt „Danke, danke, danke!“, sagt sie.


Anmerkung des Verlages: Nicole Furmanek, Schwester des Brandopfers Catrin Lennartz, rief uns an. Sie bat um einen Termin, da - wie sie sagte - in unserer Zeitung nur tolle Nachrichten stehen. Wir - der Leuchtturm Zeitungsverlag - werden keine Fotos vom Brand veröffentlichen oder über anderen Schicksalsschlägen berichten. Wir distanzieren uns vom Sensationsjournalismus!

Wir danken den beiden Familien für das Vertrauen und die offenen und herzlichen Worte und wünschen für die Zukunft alles Gute.