Blomenpatenschaften gegen Insektensterben


Der Horster Landwirt Stefan Wendtland und die Grevenkoperin Inke Magens mit der Bienen-Spendendose von Marla und Merla

Horst/Grevenkop Der Anstoß kam von zwei Kindern aus dem Kieler Raum. Die Freundinnen Merla (12) und Marla (11) fragten beim Bauernverband an, für wie viel Geld man wie viel Fläche mit bienenfreundlichen Blüten besäen könnte. Hintergrund dieser Frage war die immer geringer werdende Artenvielfalt in unserem Land. Parallel zu der Kieler-Aktion und motiviert vom bayerischen Volksbegehren „Artenvielfalt“, wo ein Landwirt den Vorschlag machte, Blühpatenschaften ins Leben zu rufen, fragte Inke Magens aus Grevenkop beim Bauernverband an, ob man diesen Vorschlag ausbauen könne. So kamen die Grevenkoperin und die beiden Kieler Mädchen zusammen. Die Plattform „Blomenpaten“ war geboren.


Aufgrund der Fragestellung aus Kiel rechnete der Bauernverband nach und kam zu dem Ergebnis, dass 20 Cent für private und 30 Cent für gewerbliche Spender pro Quadratmeter Blühstreifen anfallen werden. Wer also als Privatperson einen 100 Quadratmeter großen Blühstreifen aussäen lassen möchte, der muss 20 Euro spenden. Mit den 10 Cent, die ein Gewerblicher mehr bezahlt, werden laufende Kosten gedeckt.


Inke Magens baut nun ein Netzwerk aus und wird die Verknüpfung zwischen Bauer und Spender koordinieren.

„Der Spender möchte gerne etwas Greifbares. Er möchte sehen, wo sein Geld ausgegeben wird“, so Magens, die eigens dafür den Aufbau der Webseite www.blomenpaten.plus vorantreibt. Hier wird es zukünftig viele weitere Informationen zu diesem Thema geben und die Auflistung der Landwirte, die sich an der Aktion beteiligen.


In Horst hat sich der Landwirt Stefan Wendtland gemeldet. Er möchte einen Teil seiner Ackerfläche für diesen Zweck zur Verfügung stellen. Um erst einmal anzufangen, stellt er einen 3m breiten und 750m langen Blühstreifen am Wilhelm Busch Weg zur Verfügung.

„Dann kann jeder gut sehen, dass hier auch was passiert“, so der Landwirt.

Erste Spenden kamen auch schon zusammen. Marla und Merla fingen an. Sie sammelten in ihrer Klasse und innerhalb der Familie ganze 80 Euro und überreichten diese in einer selbst gebastelten Bienen-Spendendose (s. Foto). Auch die Elmshorner Firma Köllnflocken beteiligte sich mit einer großzügigen Spende an dem Projekt.


Die erste Saat wurde vor Ostern ausgesät. Die nächste Aussaat soll im Herbst 2019 stattfinden. Weiter geht es dann im Frühling 2020 u.s.w.

„Die Gelder können trotzdem gespendet werden. Wir sammeln die Spenden und bereiten weitere Aussaaten vor.“, so Magens, die zunächst den Kreis Steinburg und zukünftig Schleswig-Holstein koordinieren möchte.


Wer Interesse an einer Blomenpatenschaft hat, der findet (demnächst, da noch im Aufbau) fundierte Informationen unter www.blomenpaten.plus

Derzeit biete es sich an, eine Mail zu schreiben (blomenpaten.plus@posteo.de) oder telefonisch mit Inke Magens in Kontakt zu treten. Die Handynummer 0160-92559754 steht dafür ab 18 Uhr bereit.